Kleinunternehmer: Die Umsatzgrenze – Wie viel Umsatz darf ein Kleinunternehmer in Österreich machen?

Unternehmen

Februar 19, 2012

Die Definition eines Kleinunternehmers ist in Österreich, dass dieser einen festen Wohnsitz in Österreich hat und eine Umsatzgrenze von jährlich 30.000 Euro nicht übersteigen darf. Natürlich betreffen diese 30.000 Euro den Gesamtumsatz des Jahres. Sollte der Kleinunternehmer mehrere Einkommensarten aufweisen und somit verschiedenen unternehmerische Tätigkeiten nachgehen, müsse alle erzielten Einkünfte zusammengerechnet werden.
In der Einkommensgrenze werden aber keine Umsätze aus Hilfsgeschäften oder Geschäftsveräußerungen hinzugezogen. Wenn man den Jahresgesamtumsetz berechnen möchte, muss für die Berechnung der Einkommensgrenze die Umsatzsteuer abgerechnet werden. Dies passiert auch dann, wenn der Unuternehmer keine Umsatzsteuer bezahlen muss.
Kleinunternehmer sind in der Regel unecht umsatzsteuerbefreit. Das bedeutet, dass sie zwar dem Finanzamt keine Umsatzsteuer zahlen müssen, gleichzeitig dürfen sie aber keine Vorsteuer abziehen.

Ein Beispiel für eine Berechnung des Nettoumsatzes für einen Kleinunternehmer, welcher unter 30.000 Euro Jahresumsatz liegt, würde folgendermaßen aussehen:

Die Gesamteinnahmen liegen im Jahr XX bei 33.500 Euro. Davon hat er aus eigenständiger Arbeit 30.000 Euro und aus der Vermietung seiner Eigentumswohnung 3.500 Euro verdient. Das ergibt den Gesamtpreis von 33.500 Euro. Den betrieblichen Umsätze in Höhe von 30.000 Euro werden 20 Prozent (Umsatzsteuer) abgezogen. Dies ergibt einen Umsatz von 25.000 Euro. Die Vermietung bringt einen tatsächlichen Umsatz (nach Abzug der Steuer von 10 Prozent) von 3.150 Euro. Zusammengerechnet hat der Unternehmer somit einen Jahresumsatz von 28.150 Euro und liegt somit unter der Einkommensgrenze von 30.000 Euro.

Betriebsunterbrechung

Unternehmen

November 7, 2011

Wenn die Betriebseinrichtung durch einen Brand oder Unfall zerstört wird oder Waren und Lagerbestände der Firma verloren gehen oder vernichtet werden, ist das ein schwerer finanzieller Schlag. Noch weit größere Folgen aber kann es haben, wenn das gesamte Unternehmen für einige Zeit plötzlich stillsteht. Vor den finanziellen Kollaps schützt in diesem Fall eine Ertragsausfallversicherung.

Eine zeitweilige Betriebsunterbrechung kann schneller eintreten als man sich zu Denken vermag. Schon kleine Sachschäden können gravierende Folgekosten bewirken. Es reicht bereits aus, wenn einer der betrieblichen Bereiche wie die Beschaffung, die Lagerhaltung oder der Bereich Verkauf stillsteht.

Auch wenn die Produktion gestoppt und der alltägliche Betriebsablauf gestört ist, sodass keine Umsätze erzielt werden können: fixe Kosten wie Löhne und Gehälter, Zinsen, Pacht und Miete entstehen auch bei einer Betriebsunterbrechung und sind bei Fälligkeit geschuldet.

Bei einer Betriebsunterbrechung deckt eine Ertragsausfallsversicherung im günstigsten Fall entgangene Betriebsgewinne, fortlaufende Kosten einschließlich Gehälter, Löhne und Provisionen, Zinsen, Steuern, Mieten und Abschreibungen.

Versicherungen haften in der Regel für den Schaden im Unterbrechungszeitraum, der innerhalb von 12 Monaten seit Entstehen des Betriebsausfalles entstanden ist. Die Haftzeit kann auch auf 36 Monate verlängert werden, wenn dies für den Betrieb erforderlich ist bzw. gewünscht wird.

GmbH Gründung Stammkapital: Wie viel Stammkapital benötigt man?

Unternehmen

Oktober 28, 2011

Wie viel Stammkapital benötigt man in Österreich bei der Gründung einer GmbH?

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH, ist eine juristische Person und mit eigener Rechtspersönlichkeit, das bedeutet, die Gesellschaft kann Rechte erwerben, Verpflichtungen eingehen sowie als Kläger auftreten oder selbst geklagt werden. Gegründet wird eine GmbH durch den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags (notarielle Urkunde). Die GmbH gilt als Rechtssubjekt ab dem Zeitpunkt der Eintragung in das Handelsregister (Firmenbuch).

Das Mindestkapital der GmbH beträgt € 35.000,00 und ist durch Stammeinlagen der Gesellschafter aufzubringen. Mindestens die Hälfte davon muss zum Zeitpunkt der Gründung in bar, das heißt in der Regel durch eine Banküberweisung, eingebracht werden. Für die restliche Hälfte können auch Sacheinlagen wie zum Beispiel Immobilien, Maschinen und Fahrzeuge, deren Wert durch ein beeidetes Schätzgutachten nachweisbar ist, anstelle einer Kapitaleinlage verwendet werden. Die gesetzliche Mindeststammeinlage eines jeden einzelnen Gesellschafters darf € 70,00 nicht unterschreiten. Diese vom Gesetzgeber vorgesehene Mindestkapitaleinlage dient zum Schutz der Gläubiger des Unternehmens.

Die Gesellschafter haften für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft nur im Ausmaß ihrer Stammeinlage. Deshalb spricht man auch von einer beschränkten Haftung. Das höchste Organ der GmbH ist die Hauptversammlung der Gesellschafter. Hier werden alle grundlegenden Entscheidungen getroffen. Die GmbH wird durch einen Verwalter oder durch mehrere Verwalter, den sog. Verwaltungsrat, geführt und vertreten. Die Bestellung erfolgt durch die Generalversammlung.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung kann praktisch für alle Unternehmenszwecke gegründet werden und ist die am häufigsten gewählte Gesellschaftsform in Österreich.

 

GmbH gründen – welche Voraussetzungen müssen gegeben sein um in Österreich eine GmbH zu gründen?

Unternehmen

Oktober 19, 2011

Die Vorraussetzungen für eine GmbH Gründung in Österreich sind ein Mindeststammkapital von 35.000 €. Pro Gesellschafter ist eine Stammeinlage von mindestens 7000,- € fällig. Dabei muss die Hälfte in Bar erbracht werden, die andere Hälfte kann durch laufendes Vermögen erbracht werden. Dabei liegt die Haftung aller Gesellschafter bis zur Höhe der Verbindlichkeit der Stammeinlage. Darüber hinaus braucht der Gesellschafter nicht für weitere Verbindlichkeiten haften. Eine Gesellschaftssteuer, in Höhe von einem Prozent ist schon vor der Gründung zu entrichten. Diese setzt sich aus den Beiträgen der Gesellschafter zusammen. Die grundsätzliche Benennung der GmbH ist Pflicht.

Dabei darf eine GmbH in Österreich sowohl von juristischen, als auch von physischen Personen gegründet und betrieben werden. Die weiteren Vorausetzungen für eine Gründung sind ein einwandfreies Führungszeugnis, dass nicht älter als 3 Monate sein darf. Eine österreichische Staatbürgerschaft ist nicht zwingend erforderlich, es dürfen auch ausländische Investoren eine GmbH in Österreich gründen. Weiter gibt es für die reinen Gesellschafter keine Pflichtversicherung, allerdings sind die anzuraten. Selbstverständlich muss sich der Geschäftsführer pflichtversichern und dies bei der GSVG nachweisen. Bei Gewinn unterliegt eine österreichische GmbH einer Körperschaftssteuer, die 25 % beträgt. Liegt weder Gewinn, noch Verlust bei der Jahresbilanz vor, dann wird eine Steuer von 5 % erhoben. Diese unterliegt ebenfalls der Körperschaftssteuer. Werden den Gesellschaftern Vergütungen entrichtet, so unterliegen diese naturgemäß der Einkommenssteuerpflicht. Ein gute Übersicht, um im Dschungel der Firmengründung den roten Faden nicht zu verlieren, bietet der Leitfaden der SLC-Europe, der sich mit allem beschäftigt was mit Firmengründung und GmbH in Österreich zu tun hat.

Höchstbeitragsgrundlage 2012

Finanzen

September 5, 2011

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Die Höchstbeitragsgrundlage 2012 wird sich aller voraussicht auf folgende Werte festgelegt werden:

  • Höchstbeitragsgrundlage täglich: 141,00 Euro (2011: 140,00 Euro)
  • Höchstbeitragsgrundlage monatlich: 4.230,00 Euro (2011: 4.200 Euro)
  • Höchstbeitragsgrundlage jährlich für Sonderzahlungen: 8.460,00 Euro (2011: 8.400 Euro)
  • Höchstbeitragsgrundlage für freie Dienstnehmer ohne Sonderzahlungen: 4.935,00 Euro (4.900 Euro)

Die Aufwertungszahl von 2011 auf 2012 beträgt somit 1,006. Diese hier angeführten Werte sind noch keine fixen Werte, da diese noch per Gesetz festgelegt werden müssen. Man darf aber davon ausgehen, dass diese fix sein werden.

Die Höchstbeitragsgrundlage bzw. auch gerne Höchstbemessungsgrundlage genannt ist jener Betrag der eine tägliche bzw. monatliche Einkommensschwelle bezeichnet bis zu dem man Sozialversicherung in Österreich bezahlen muss. Für Beträge über diesem Einkommen sind keine weiteren Beiträge zur Sozialversicherung mehr nötig. Für das Jahr würde das bedeuten, dass wenn ein Einkommen 4.600 Euro brutto im Monat hoch ist, so wird bis zum Betrag von 4.230 Euro die volle Sozialversicherung verrechnet, für die Differenz auf 4.600 Euro (= 370 Euro) sind jedoch keine Sozialversicherungsbeiträge mehr nötig.

Relevant ist die Höchstbeitragsgrundlage 2012 aber nur für Gutverdiener und nur wenige Arbeitnehmer und Selbstständige kommen in den Genuss über diesen Betrag zu verdienen. Unabhängig von der Höchstbeitragsgrundlage 2012 ist die Lohn- bzw. Einkommensteuer. Diese wird natürlich auch für Einkommen über diese Schwellen verrechnet. Hier gilt, je höher das Einkommen, desto höher auch der Steuersatz.

 

GmbH Gründung – 7 Tipps die man bei der Gründung einer österreichischen GmbH berücksichtigen sollte

Wer in Österreich eine GmbH gründen möchte, der sollte natürlich über die wichtigsten Details Bescheid wissen. Vor allem das Rechtliche muss berücksichtigt werden.
Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist ein Einzelunternehmen und eignet sich besonders für den Zusammenschluss von Partnern. Die GmbH kann aber auch als Einmanngesellschaft gegründet werden, zwei oder mehr Partner sind nicht zwingend notwendig.

  1. Die Gründung: Zur Gründung einer GmbH muss ein Gesellschaftsvertrag verfasst werden, der Abschluss des Vertrages muss durch einen Notar beurkundet sein.
  2. Das Stammkapital: Das Stammkapital einer GmbH beträgt mindestens 35.000,00 Euro, die Mindestbareinzahlung 17.500,00 Euro, der Nachweis einer Bankbestätigung reicht hier aus. Jeder Gesellschafter muss mindestens 70,00 Euro Stammeinlage zahlen.
  3. Das Firmenbuch: Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung entsteht erst durch eine Eintragung ins Firmenbuch.
  4. Der Firmenname: Die Firma muss zwingend den Zusatz Gesellschaft mit beschränkter Haftung führen, eine Abkürzung als GmbH ist statthaft.
  5. Die Gewerbeberechtigung: Soll eine gewerbliche Tätigkeit durchgeführt werden, muss die Gesellschaft einen Gewerbeschein lösen.
  6. Die Steuern: Die GmbH muss ihren Gewinn versteuern (Körperschaftssteuer).
  7. Die Sozialversicherung: Reine Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) unterliegen grundsätzlich keiner Pflichtversicherung.

Weitere Tipps:
Weitergehende Tipps zur GmbH-Gründung können im Internet eingesehen werden. Einfach den Suchbegriff GmbH-Gründung in Österreich eingeben und schon erhält man hilfreiche Informationen.

Einnahmen und Ausgaben

Einnahmen und Ausgaben sind Begriffe der Betriebswirtschaft und dem Rechnungswesen zugehörig. Unterschieden und abgegrenzt werden müssen hier besonders die Begriffe Einnahmen und Ausgaben, denn betriebswirtschaftlich wird eine Einnahme als Einkunft bezeichnet und eine Ausgabe als Auszahlung. Eine Einnahme ist der Definition nach also ein Zufluss von Geldmitteln und erhöht das Guthaben. Das Gegenteil davon, also ein Abfluss von Zahlungs- und Geldmitteln, wird als Auszahlung bzw. Ausgabe bezeichnet.

Nicht jede Aktion, die den Gewinn schmälert, ist allerdings als Ausgabe aufzufassen. Die Ausgaben eines Unternehmens oder eines Betriebes sorgen für einen geminderten Gewinn und damit auch für eine reduzierte Bemessungsgrundlage bei der Kalkulation der Einkommen- und Körperschaftssteuer. Ob eine Tätigkeit oder eine betriebswirtschaftliche Handlung tatsächlich abzugsfähig ist und damit eine Ausgabe, hängt von der jeweiligen Branche ab. Diese müssen mit der betrieblichen Tätigkeit zusammen hängen, dürfen also beispielsweise keine Spende darstellen. Sie müssen außerdem aus Sicht des Unternehmens außerdem eben auch diesem dienen und nicht für einen anderen Zweck anfallen und selbstverständlich dürfen die Ausgaben nicht für private oder illegale Zwecke anfallen.

Die Einnahmen wiederum bezeichnen in erster Linie die Einnahmen aus dem betrieblichen Erlösen und außerdem diese Gewinnzunahme, die aus dem Verkauf von Anlagevermögen oder Provisionseinnahmen entstehen.

Betriebliches Rechnungswesen

Ein gut geführtes Rechnungswesen ist für jedes Unternehmen von großer Bedeutung. Umsätze sind existentiell wichtig, aber sind nur ein kleiner Bereich im Rechnungswesen. Zunächst zum Begriff Rechnungswesen. Rechnungswesen ist nicht nur Buchhaltung, nicht nur Soll und Haben. Die Buchführung hat dabei die handels- und steuerrechtliche Vorschriften einzuhalten. Das betriebliche Rechnungswesen hat die Aufgabe, alle betrieblichen Vorgänge, von der Beschaffung, Produktion, Absatz und Finanzierung mengen- und wertmäßig zu erfassen und zu überwachen. Die reine Buchführung bewirkt eine vollständige Erfassung aller Belege. Die Auswertung der Buchführung, Zusammenstellung der Summen, Errechnen der Ergebnisse und Analyse von Kosten, Umsätzen, Roherträge und Liquidität stellen den Kern des Rechnungswesens dar, hier spricht man von kurzfristiger Erfolgsrechnung.

Auf diese Anlaysen basiert ein wesentlicher Bestandteil des raschen, zeitnahen Handelns im Unternehmen. Das Handeln besteht in der Information der Gesellschafter, Gläubiger und Finanzbehörden. Das kontinuierliche Bearbeiten von Zwischenergebnissen wird häufig, insbesondere bei kleineren Firmen vernachlässigt. So weit darf es nicht kommen, Liqiuditäts- Engpässe sind häufig die Folge. Erfahrungen haben gezeigt, dass das Mahnen bei Außenständen dabei eine gewichtige Rolle spielt. Ohne Überwachung der Zahlungsziele und damit ausgebliebenem Handeln gegenüber Kunden hat schon so manchem Unternehmen Zahlungsschwierigkeiten bereitet, weil die eigenen Verpflichtungen nicht mehr eingehalten werden konnten. Man denke nur an Bauunternehmen und an Betrieben im Baunebengewerbe, die manche Unternehmen in die Insolvenz getrieben haben. Schließlich geht es dort, wie auch im Anlagenbau um große Summen, die bewegt werden müssen.

AFA Tabelle in Österreich

Für bestimmte Anlagegüter ist es möglich den Wert der Abnutzung des Gutes als Betriebsausgabe steuerlich geltend zu machen, als sogenannte AFA – Absetzung für Abnutzung. Für die Berechnung der AFA sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Gutes anzusetzen.
Generell gilt es hier über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben, welche als lineare AFA bezeichnet wird, da jährlich ein gleichbleibender Betrag abgeschrieben wird.
Gesetzliche Ausnahmeregelungen der linearen AFA gibt es bei Betriebsgebäuden, Firmen- und Praxiswert und Kraftfahrzeugen.

Bei Betriebsgebäuden bestimmt sich der jährliche AFA-Satz nach dem Umfang der betrieblichen Nutzung.
Beträgt die betriebliche Nutzung mindestens 80%, so liegt der jährliche AFA-Satz bei 3%, ein Nachweis muss nicht erbracht werden. Ist der Steuerpflichtige Anhänger eines freien Berufes wie z.B. ein Arzt oder ein Rechtsanwalt, ist ein AFA-Satz von 2% anzuwenden. Eine kürzere Nutzungsdauer ist in jedem Fall nachzuweisen.

Der Firmen- und Praxiswert ist über 15 Jahre linear abzuschreiben. Bei Anhängern der freien Berufe ist im Einzelfall zu prüfen, jedoch sind in der Regel mindestens 5 Jahre anzusetzen.

Bei Kraftfahrzeugen ist eine Nutzungsdauer von 8 Jahren anzusetzen, allerdings ist zu beachten, dass die Bemessungsgrenze hier bei 40000€ liegt. Sind die berechneten Anschaffungskosten höher, darf nur der Maximalbetrag von 40000€ als Bemessungsgrundlage für den AFA-Satz dienen.
Sonderregelungen gelten für Kraftfahrzeuge von Taxi- oder Fahrschulunternehmen, Kleinlastkraft-, Kasten-, Pritschenwagen und Klein-Autobusse.

Geringwertige Wirtschaftsgüter: Bis 400 Euro

In Österreich können die Herstellungs- oder Anschaffungskosten abnutzbarer Wirtschaftsgüter vom Anlagevermögen verteilt über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Dies gilt laut § 13 des Einkommenssteuergesetzes aber in einem Ausnahmefall nicht, denn wenn ein solches abnutzbares Anlagegut weniger als 400 Euro kostet, ist es möglich, dass die Herstellungs- und Anschaffungskosten als Betriebsausgabe direkt unter dem Titel “geringwertiges Wirtschaftsgut” abgesetzt werden. Wenn dem Unternehmer bzw. dem Betrieb dabei ein Vorsteuerabzug zusteht, gilt die Grenze von 400 Euro nett, also ohne Umsatzsteuer, falls es sich bei der abschreibenden Person um einen Kleinunternehmer bzw. eine Kleinunternehmerin handelt, bei dem/der nicht zur Regelbesteuerung optiert wurde, ist der Betrag von 400 Euro als maximaler Bruttoverkaufspreis zu verstehen.
Zur Verdeutlichung kann hier ein kleines Beispiel dienen:
Wenn ein Unternehmer, der vorsteuerberechtigt ist, für sein Unternehmen ein Mobiltelefon zu 400 Euro, einen Drucker zu 200 Euro und einen Scanner zu 280 Euro anschafft, sind die Kosten sämtlicher dieser Wirtschaftsgüter direkt in voller Höhe Betriebsausgaben, zumindest, wenn es sich bei den genannten Preisen um den Nettobetrag handelt. Wenn das Mobiltelefon jedoch mehr als 400 Euro, beispielsweise 420 Euro betragen würde, so könnte der Unternehmer die Anschaffungskosten lediglich verteilt über die Nutzungsdauer absetzen.
Bei Unternehmen, die buchführen, muss die Sofortabschreibung dabei im Jahr der Herstellung bzw. Anschaffung erfolgen, während bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern das Bezahlungsjahr als Maß herangezogen wird.